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Siegfried Ramlow


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Ysop-Kraut in Küche und Heilkunde

Ysop-Kraut eine geheimnisumwitterte Pflanze aus dem Mittelmeerraum, hat eine lange Tradition.
In Arabien und Vorderasien galt es als heilig und wurde aufgehängt um Krankheiten zu vertreiben.
Zum Reinigen der Tempel wurde es als Duftkraut verstreut.
Der auch als heiliges Kraut bezeichnete Ysop gab auch Stoff für Bücher und Aufsätze.
Mönche brachten im frühen Mittelalter den Ysop über die Alpen.
Der holzige Halbstrauch wird in unseren Regionen rund einen halben Meter hoch.

Die Stängel der Pflanze sind vierkantig und mit schmalen, lanzettlichen dunkelgrünen Blättern besetzt.
Der Ysop gehört zu den Lippenblütlern und blüht von Juli bis Oktober königsblau.
Als Zierpflanze, wegen seiner Blütenpracht ist der Ysop in vielen Gärten zu finden.
An sonnigen Standorten mit mageren und kalkhaltigem Boden gedeiht er hervorragend.
Die Pflanzen werden im Frühjahr gesetzt und brauchen rund dreizig Zentimeter Abstand.
Bei trockenem Wetter sollten sie im ersten Jahr öfter gegossen werden.
Die Pflanze läßt sich leicht durch Teilung vermehren.
Im Winter sollten die Pflanzen vor Frost durch Reisig geschützt werden und im Frühjahr werden sie um ein Drittel zurückgeschnitten.
Geerntet werden die mit Öldrüsen besetzten Blätter, die sehr würzig riechen und einen leicht bitteren Geschmack haben.
Luftig getrocknet und in verschlossenen Gefäßen aufbewahrt, hält sich das Kraut.
Bestens geeignet zum Würzen von Bohnen- und Kartoffeleintöpfen, sowie von Fleisch- und Fischspeisen.
Allerdings sollte mit Ysop nur sparsam gewürzt werden, da der Geschmack sonst zu dominant ist.
In der Heilkunde findet der Ysop, als Tee zubereitet bei Blasenleiden, bei Magen- und Darmstörungen und auch bei trockenem Husten Anwendung.


Verantwortlich für diesen Beitrag: Siegfried Ramlow