Schauspieler Fred Delmare ist tot
Fred Delmare starb am 1. Mai in einem Leipziger Krankenhaus an einer Lungenentzündung.
Delmare, der mit bürgerlichen Namen Werner Vorndran hieß, wurde 87 Jahre alt und soll Ende des Monats auf dem Leipziger Südfriedhof im engsten Familienkreis beigesetzt werden.
Fred Delmare begann seine rund 50-jährige Schauspieler-Karriere am Hebbel-Theater in Ost-Berlin.
Den Durchbruch auf der Leinwand schaffte der gebürtige Thüringer in "Der Teufelskreis", einem Film über den Reichstagsbrandprozess. Delmare spielte den Brandstifter Marinus van der Lubbe.
In mehr als 100 Filmen stellte er sein Können als hervorragender Schauspieler unter beweis.
Besonders durch die Rolle des Buchenwald-Häftlings Pippig in dem Film "Nackt unter Wölfen" wurde er in der DDR bekannt.
Der Regisseur Frank Beyer drehte diesen 1963 nach dem Roman von Bruno Apitz.
Auch mit den Engagements in "Jeder stirbt für sich allein" nach Hans Fallada und den DDR-Klassiker "Die Legende von Paul und Paula" machte er sich einen Namen.
Häufiger Gast war er in den Streifen von "Polizeiruf 110".
In den 90er-Jahren trat er häufiger in Fernsehserien auf, so in der "Lindenstraße", in "Unser Charly" und bis November 2005 als Opa Friedrich in der ARD-Erfolgsserie "In aller Freundschaft".
Seit Anfang 2006 lebte Fred Delmare, nachdem eine Alzheimer-Erkrankung festgestellt wurde, in einem
Pflegeheim.
Verantwortlich für diesen Beitrag: Siegfried Ramlow



