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Clarissa Lewis


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Schadet das Internet mehr als es nutzt?

Der Fortschritt ist unaufhaltsam. Längst sind wir in einer Datenflut versunken, dank Internet und Co. Online-Netzwerke und Communitys ziehen den Nutzer selbst in seinen letzten freien Minuten in seinen Bann, nur um zu erfahren, dass Freund Peter gerade von der Arbeit gekommen ist, Arbeitskollegin Susi sich jetzt einen Liebesfilm im Fernsehen anschaut und der ehemalige Schulkamerad Konrad nun ins Bett geht, um seine Erkältung auszukurieren. Mit der allgegenwärtigen Digitalisierung, die selbst die Straßen mit ihren überdimensionalen Bildschirmen für Werbung und Co. nicht verschont, ist der Durchschnittsmensch einer Reizüberflutung ausgesetzt, mit der er erst einmal lernen muss umzugehen. Mittlerweile gehen Forscher jedoch davon aus, dass das menschliche Gehirn flexibel genug ist, um mit dem neuen Umfeld zurechtzukommen. Und so entwickeln die führenden Unternehmen weiter, bringen eine neue Technologie nach der anderen heraus und bringen den Bürger in Zugzwang, sich ja die neue Entwicklung anzueignen – alles andere wäre zu altmodisch und konservativ.

Zeiten ändern sich – vom riesigen Rechner, der kaum in einen normalen Raum passte, über das kleine Gehäuse unter dem Schreibtisch bis hin zu den Flachbildschirmen mit integriertem Computer. Erst vor Kurzem wurden von einigen Unternehmen ein Computer Tablett vorgestellt, das bereits in Produktion gegangen ist. Das große Display, das an das eines Laptops erinnert, liegt relativ leicht in der Hand und hat alle Funktionen eines heutigen Computers – das Tablett lässt sich allerdings nur mit dem Finger bedienen. Laufwerk, RAM-Speicher, Festplatte und all die anderen wichtigen Anschlüsse befinden sich mit im Gehäuse und so huscht der Finger über das moderne Wallpaper, um im Internet zu surfen oder mal schnell eine E-Mail zu schreiben. Damit wird zum einen eine neue Art von Computertechnologie auf den Markt gebracht, zum anderen aber auch eine neue Möglichkeit, sich selbst der Datenüberflutung auszusetzen. Denn auch wenn Neurologen darauf beharren, dass das Gehirn sich anpassen kann, so gibt es nach US-Studien aus Kalifornien dennoch ein Problem: Aufgrund der heutigen Neuen Medien werden wir in gewisser Weise desensibilisiert, was heißt, dass wir nur noch eingeschränkt Empathie, Mitleid und Toleranz empfinden.


Verantwortlich für diesen Beitrag: Clarissa Lewis