Iran plant Hochgeschwindigkeitsstrecke
Im Iran soll künftig der deutsche Rapid fahren.
Das Münchener Ingenieur-Büro Schlegel, das iranische Ministerium für Verkehr und Transport und der Gouverneur in Maschad haben einen endgültigen Vertrag zum Bau der Hochgeschwindigkeitsstrecke in der islamischen Republik unterzeichnet.
Der elektromagnetische Zug soll bald zwischen Teheran und der ostiranischen Millionenstadt Maschhad verkehren.
Durch den Transrapid soll sich die Fahrzeit auf zweieinhalb bis drei Stunden verkürzen.
Bislang braucht man für die 860 Kilometer langen Strecke mit dem Bus rund zwei Tage und mit einem herkömmlichen Zug rund neun Stunden.
Maschhad ist ein wichtiger schiitischer Wallfahrtsort, den jährlich bis zu 15 Millionen Pilger besuchen.
Laut Vertrag soll die deutsche Seite 6,7 Milliarden Euro investieren, die der Iran binnen 20 bis 30 Jahren zurückzahlen soll.
Die neue Transrapidstrecke im Iran wird die weltweit längste Strecke des Hochgeschwindigkeitszuges sein. Die Zeit der Projektausführung ist mit fünf bis sechs Jahren veranschlagt.
Allerdings erklärten sowohl Thyssen-Krupp als auch Siemens, sie wüssten bislang von einem solchen Projekt nichts.
Angeblich haben die Unternehmen noch keinen Auftrag für den Transrapid aus dem Iran erhalten und stehen auch nicht in Verhandlungen.
Es werde skeptisch gesehen, ob ein Ingenieurbüro Verträge in einer derartigen Größenordnung abschließen könne, ohne Zugriff auf die Technologie zu haben.
Iran wäre nach China das zweite Land, das die deutsche Transrapid-Technik übernimmt.
Verantwortlich für diesen Beitrag: Siegfried Ramlow


