Geburtsstunde der "Titanic" vor 100 Jahren
Am 1. Juli 1907 legten einige technik- und profitbegeisterte Männer den Grundstein für eine der größten Schiffskatastrophen der Schiffsgeschichte.
Ihre Schiffe sollten eine kleine Revolution auf dem Atlantik auslösen und für Luxus stehen.
Lord William Pirrie baute seine Werft aus und bald waren mehr als 11 Tausend Männer mit dem Bau der Riesen beschäftigt.
Die 42000 Bruttoregistertonnen schwere "Titanic", sollte etwa 270 Meter lang sein und die geplanten Schwesterschiffe "Olympic" und "Gigantic" kaum kleiner.
Eine 51000 Tausend PS starke Maschine trieb die drei 38
Tonnen schwere Schrauben an und brachten das Schiff so auf ca. 21 Knoten, was ungefähr 39 km/h entspricht.
Etwa 630 Tonnen Kohle wurden täglich verheizt um die drei riesigen Schornsteine rauchen zu lassen.
Der vierte Schornstein war nur Attrappe.
In den Suiten wurde eine Pracht zur Schau gestellt, die selbst reichen Industriemagnaten und Oelprinzen ein Erstaunen abrangen.
Eine Suite kostete allerdings auch den stolzen Preis von rund 4000 Dollar.
Die Jungfernfahrt war mit etwa 1300 Passagieren nur zur Hälfte ausgebucht.
Der zweifache Boden und Schotten, die leckgeschlagene Segmente abtrennen konnten verliehen dem Schiff einen Schein von absoluter Sicherheit.
Leider hätte das Schiff nur eine kurze aber verhängnisvolle Geschichte.
Am 14. April 1912 rammte der Riese einen Eisberg und wurde leckgeschlagen.
Durch die verhältnismäßig kleinen Lecks flossen innerhalb der ersten Stunde schätzungsweise 25000 Tonnen Wasser, viel zu viel für die Schotten, die den Druck nicht standhalten konnten.
Die zu geringe Zahl der Rettungsboote und die offensichtlich total überforderte Mannschaft trugen ihren Teil zum Ausgang der Katastrophe bei.
Verantwortlich für diesen Beitrag: Siegfried Ramlow


