Ein Relikt der DDR-Geschichte ist erstmals für Besucher geöffnet
Wieder mal viel Wind um eine Sache, die es ja nur in der ehemaligen DDR gab.
Der Schutzbau bei Wandlitz nördlich von Berlin ist 19 Jahre nach der "Wende" erstmals für Besucher geöffnet.
Angeblich war für das streng geheime Objekt 17/5001 in einem Wald bei Prenden nördlich von Berlin nichts zu teuer.
Auf drei unterirdischen Etagen mit rund 400 Räumen gibt es Westtechnik in der Schaltzentrale, einen eigenen Brunnen, Klimaanlage und eine bestens ausgestattete Küche
Meterdicke Betonwände sollten die DDR-Führungskräfte im Ernstfall schützen.
Der Bau dieser Bunkeranlage soll teurer als der Palast der Republik gewesen sein.
Rund vierzehn Tage hätten hier 400 Menschen im Kriegsfall in dem Bunker ausharren können und wären vor atomaren, chemischen und biologischen Anschlägen geschützt.
Um dieses wohl einzigartige Bauwerk vor Vandalismus und illegales Eindringen zu schützen wird der Eingang im November 2008 mit Beton versiegelt.
Ständige Führungen und ein Museum sind nicht zu finanzieren, so der Eigentümer die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung.
Am 13. Dezember 1983 wurde der Bunker in Dienst gestellt und reicht bis zu 21 Meter tief in die Erde.
Oberirdisch ist das Bollwerk als großer Erdhügel getarnt.
Also, wer nun noch ein Stück DDR-Geschichte besichtigen will sollte sich beeilen.
Verantwortlich für diesen Beitrag: Siegfried Ramlow


