Ein Mecklenburger entdeckte Kakteen in Mexiko
Hans Wilhelm Viereck (1903-1946) wurde am 12. Oktober im Ort Schorrentin in Mecklenburg geboren.
Das Rittergut Schorrentin war seit Ende des achtzehnten Jahrhunderts im Besitz seiner Familie.
Hans Wilhelm Viereck besuchte mit seinem Vater oft den Botanischen Garten der Universität Rostock.
1920 entschloß sich sein Vater das Gut Schorrentin einem Verwalter zu übergeben und sein Glück als Landwirt in Mexiko zu versuchen.
In San Vicente im Staat Tamaulipas pachtet er eine Finca und baut Mais, Baumwolle, Zuckerrohr und Kichererbsen an.
Als der Freund der Familie und Leiter des Botanischen Gartens der Universität Rostock, Hugo Baum die Vierecks in Mexiko besucht, weckt er das Interesse von Hans Wilhelm an den stachligen Gewächsen.
Hugo Baum ist es auch der die ersten Aufträge von Kakteengärtnereien vermittelt.
Die Familie Viereck kehrt im Jahre 1927 nach Mecklenburg zurück und bewirtschaftet wieder ihr Gut.
Hans Wilhelm, aber bereist weiter Mexiko auf der Jagd nach neuen Kakteensorten.
Hans Wilhelm Viereck wird zum international bekannten Kakteenexperten mit besonderer Kenntnis der Kakteensterne.
Es gelang ihm viele Arten zu entdecken, von denen einige heute seinen Namen tragen.
1938 ist Viereck das letzte Mal in Mexiko.
Zuhause in Schorrentin richtet er Gewächshäuser zur Kakteenzucht ein.
Im Jahre 1941 wird er Soldat, nach seiner Rückkehr 1945 wird er verhaftet und nach Fünfeichen verbracht, wo er am 6. Dezember 1946 an Hunger stirbt.
Verantwortlich für diesen Beitrag: Siegfried Ramlow



