Auszeichnung für "Flüsterasphalt"
Die westliche Ringstraße im oberbayerischen Ingolstadt wurde jetzt von der Initiative "Deutschland - Land der Ideen" ausgezeichnet.
Grund dafür ist der neue Flüsterasphalt, der von Experten "2 OPA" genannt wird.
Dieser Straßenbelag schlugt nach Angaben des Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU) rund achtzig Prozent des Straßenlärms.
Ingolstadt ist der erste Ort in Deutschland, in dem der Belag "2 OPA" auf einer typischen Innenstadtstrecke zum Einsatz kommt.
Auf dem rund einen Kilometer langen Streckenabschnitt rollen die Fahrzeuge nun schallgedämpft durch die Stadt.
Die Kosten für diese Baumaßnahme belaufen sich auf cirka 5,5 Millionen Euro.
Beim Fahren auf bisher herkömmlichen Belag wird Luft zwischen Reifen und Fahrbahn zusammengedrückt und verursacht dann beim Entweichen den bekannten Straßenlärm.
Beim Flüsterasphalt dagegen versickert die Luft in zahlreichen Poren und kleine Hohlräume der Fahrbahn, wodurch die Geräusche geschluckt werden.
Der Verschleiß dieses Belages sei unerwartet gering und die Lärmschutzwirkung überraschend hoch.
Um die Schallschutzwirkung zu erhalten muß der Belag allerdings zwei mal pro Jahr mit einem Spezialfahrzeug gereinigt werden.
Die Poren des Straßenbelages dürfen nicht durch Schmutz verstopft werden.
Verantwortlich für diesen Beitrag: Siegfried Ramlow


